Station 12 - Neues Leben
Jesus geht mit!
Stationstext zum Nachlesen und Hören
Die Bibel, Matthäus 28, 20
Jesus sagt:
»Seid gewiss: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.«
Was geschah
Die Lebendigkeit von Jesus war weltumstürzend. Natürlich: So etwas gab es ja noch nie.
Zuerst haben es die Frauen am Grab erlebt. Dann zwei Jünger auf dem Weg in die Ortschaft Emmaus. Danach erschien der Auferstandene Jesus seinen Jüngern, kurz darauf 500 anderen Menschen.
Und seitdem sind Millionen Menschen von diesem neuen Leben in Jesus erfasst worden. Die Nachricht, dass Jesus frei macht von Schuld, Angst und Sorgen – und vom Tod! – verbreitete sich schnell in ganz Europa und der damals bekannten Welt.
Jedes Leben, in das Jesus hineinkam, änderte sich grundlegend. Auf einmal gab es Hoffnung, Halt und Sinn für das Leben.
Der Christenverfolger Paulus wurde durch den Glauben an Jesus zum größten Botschafter der guten Nachricht von Jesus. Ein ägyptischer Finanzminister las in der Bibel und wurde darüber froh.
Einige philosophiebegeisterte Menschen in Athen hörten die Jesus-Lehre. Sie erkannten, dass diese die Welt einleuchtender erklärt als viele ihrer eigenen Lehren, und dass der Glaube an Jesus ihr Leben besser trägt als die vertrauten griechischen Sagen. So zog der Glaube an Jesus seine Kreise.
Und wir?
Da Jesus nach seiner Auferstehung lebendig in den Himmel aufgefahren ist, „sitzt er nun zur Rechten Gottes“. Und gleichzeitig ist er hier auf der Erde für alle Menschen zugänglich.
Seine Zusage, mit uns zu sein, lässt uns fröhlich, gelassen und mutig leben. Bei Problemen können wir seine Hilfe erbitten. In Traurigkeit ihm unser Herz ausschütten. Er lebt und hört unsere Gebete, also unsere Gedanken und Worte, die wir zu ihm richten.
Egal, was kommt: Jesus geht mit, wenn wir das denn wollen: In unsere Familie hinein. In unsere Arbeit. In unsere Krankheit. In unser Glück.
Vielen Dank,
dass Sie diesen Osterweg gegangen sind. Wir wünschen Ihnen alles Gute und eine Begegnung mit diesem auferstandenen Jesus Christus.
Haben Sie Interesse an Fragen des Glaubens und Lebens?
Dann laden wir Sie herzlich ein zu unseren Veranstaltungen oder mit uns Kontakt aufzunehmen.
Diesen Text zum Anhören:
Wenn Sie mögen, hören Sie gerne dieses Lied an: Ich bin bei dir
Bibeltext zum Nachlesen
13Am selben Tag waren zwei Jünger unterwegs zu dem Dorf Emmaus. Es lag gut zehn Kilometer von Jerusalem entfernt. 14Sie unterhielten sich über alles, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten. 15Während sie noch redeten und hin und her überlegten, kam Jesus selbst dazu und ging mit ihnen. 16Aber es war, als ob ihnen jemand die Augen zuhielt, und sie erkannten ihn nicht. 17Er fragte sie: »Worüber unterhaltet ihr euch auf eurem Weg?« Da blieben sie traurig stehen. 18Einer von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete: »Du bist wohl der Einzige in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen passiert ist?« 19Jesus fragte sie: »Was denn?« Sie sagten zu ihm: »Das mit Jesus aus Nazaret! Er war ein großer Prophet. Das hat er durch sein Wirken und seine Worte vor Gott und dem ganzen Volk gezeigt. 20Unsere führenden Priester und die anderen Mitglieder des jüdischen Rates ließen ihn zum Tod verurteilen und kreuzigen. 21Wir hatten doch gehofft, dass er der erwartete Retter Israels ist. Aber nun ist es schon drei Tage her, seit das alles geschehen ist. 22Und dann haben uns einige Frauen, die zu uns gehören, in Aufregung versetzt: Sie waren frühmorgens am Grab. 23Aber sie konnten seinen Leichnam nicht finden. Sie kamen zurück und berichteten: ›Wir haben Engel gesehen. Die haben uns gesagt, dass Jesus lebt!‹ 24Einige von uns sind sofort zum Grab gelaufen. Sie fanden alles so vor, wie die Frauen gesagt haben – aber Jesus selbst haben sie nicht gesehen.« 25Da sagte Jesus zu den beiden: »Warum seid ihr so begriffsstutzig? Warum fällt es euch so schwer zu glauben, was die Propheten gesagt haben? 26Musste der Christus das nicht alles erleiden, um in die Herrlichkeit seines Reiches zu gelangen?« 27Und Jesus erklärte ihnen, was in der Heiligen Schrift über ihn gesagt wurde – angefangen bei Mose bis hin zu allen Propheten. Jesus gibt sich den beiden Jüngern zu erkennen 28So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat so, als wollte er weiterziehen. 29Da drängten sie ihn: »Bleib doch bei uns! Es ist fast Abend, und der Tag geht zu Ende!« Er ging mit ihnen ins Haus und blieb dort. 30Später ließ er sich mit ihnen zum Essen nieder. Er nahm das Brot, dankte Gott, brach das Brot in Stücke und gab es ihnen. 31Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen, und sie erkannten ihn. Im selben Augenblick verschwand er vor ihnen. 32Sie sagten zueinander: »Brannte unser Herz nicht vor Begeisterung, als er unterwegs mit uns redete und uns die Heilige Schrift erklärte?« 33Sofort brachen sie auf und liefen nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie die elf Jünger beieinander, zusammen mit allen anderen, die zu ihnen gehörten. 34Die Jünger riefen ihnen zu: »Der Herr ist wirklich auferstanden! Er hat sich Simon gezeigt!« 35Da erzählten die beiden, was sie unterwegs erlebt hatten – und wie sie den Herrn erkannt hatten, als er das Brot in Stücke brach. 36Während sie noch redeten, stand der Herr plötzlich mitten unter ihnen. Er sagte: »Friede sei mit euch!« 37Da erschraken alle und fürchteten sich. Denn sie meinten, einen Geist zu sehen. 38Jesus sagte zu ihnen: »Warum seid ihr so erschrocken? Und warum zweifelt ihr in euren Herzen? 39Ich bin es wirklich: Seht meine Hände und Füße an. Fasst mich an und überzeugt euch selbst – ein Geist hat weder Fleisch noch Knochen, wie ihr sie bei mir sehen könnt.« 40Während er das sagte, zeigte er ihnen seine Hände und Füße. 41Vor lauter Freude konnten sie es immer noch nicht fassen und waren außer sich vor Staunen. Da fragte er: »Habt ihr etwas zu essen hier?« 42Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch. 43Er nahm es und aß es vor ihren Augen. 44Der Herr sagte zu ihnen: »Als ich noch bei euch war, habe ich zu euch gesagt: Es muss alles in Erfüllung gehen, was über mich geschrieben steht – im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen.« 45Dann half er ihnen, die Heilige Schrift richtig zu verstehen. 46Er erklärte ihnen: »In der Heiligen Schrift heißt es: Der Christus muss leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen. 47Und allen Völkern muss in seinem Namen verkündet werden: ›Ändert euer Leben! Gott will euch eure Schuld vergeben.‹Fangt in Jerusalem an! 48Ihr seid Zeugen für alles, was geschehen ist. 49Ich werde den Geist zu euch senden, den mein Vater versprochen hat. Bleibt hier in der Stadt, bis ihr diese Kraft von oben empfangen habt.« 50Jesus führte sie aus der Stadt hinaus bis nach Betanien. Dann hob er die Hände und segnete sie. 51Noch während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben. 52Sie fielen zu Boden und beteten ihn an. Dann kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück. 53Sie verbrachten die ganze Zeit im Tempel und lobten Gott.
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Jesus geht mit

Zwei Freunde von Jesus sind unterwegs nach Emmaus. Sie unterhalten sich über das, was in den letzten Tagen passiert ist. Irgendjemand hat behauptet, dass Jesus nach seinem Tod wieder lebendig geworden ist. Aber das können die beiden nicht glauben. Während sie so die Straße entlang gehen, tritt ein Mann zu ihnen, den sie nicht kennen. “Worüber redet ihr denn?”, fragt er. “Na, über die Ereignisse in Jerusalem”, antworten sie. “Jesus war so ein guter Mensch und trotzdem wurde er umgebracht. Wir verstehen gar nicht, wieso Gott das zulassen konnte!” “Habt ihr denn nicht in den alten Buchrollen gelesen, dass die Propheten schon vor vielen Jahren so etwas vorausgesagt haben?”, fragt der Fremde. “Was meinst du damit?”, erwidern die beiden Freunde verwundert. Da erklärt er ihnen ausführlich, dass Gott schon von Anfang an geplant hatte, dass Jesus einmal der Retter der ganzen Welt sein wird. Plötzlich ergibt vieles einen Sinn. In Emmaus laden die beiden Freunde den Mann zum Essen ein. Und als er Gott für das Essen dankt und das Brot in Stücke bricht, erkennen sie ihn plötzlich: Es ist kein anderer als Jesus selbst!
