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Station 10 - Die Kreuzigung

Es ist vollbracht

Stationstext zum Nachlesen und Hören

Die Bibel, Johannes 3, 16

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hingab. Jeder, der an ihn glaubt, soll nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Was geschah

Auf Golgata angekommen kreuzigten sie Jesus und mit ihm – links und rechts – zwei Verbrecher. Jesus betete im Blick auf seine Henker: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Die Zuschauer und Vorübergehenden lästerten auch jetzt noch über Jesus: „Wenn er doch der Christus ist, dann soll er sich doch gefälligst selbst retten und vom Kreuz absteigen“. Pilatus ließ ein Schild anfertigen, auf dem die todeswürdige Schuld vermerkt war. Er ließ es am Kreuz über Jesu Kopf anbringen:
„Das ist Jesus von Nazareth, der König der Juden“ 
Einer der Verbrecher spottete auch über Jesus. Der andere aber bat: „Jesus, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst“. Jesus versprach ihm: „Ganz gewiss: Du wirst heute noch mit mir im Paradies sein“. 
Um 12.00 Uhr wurde es im ganzen Land dunkel – bis um 15.00 Uhr. Da schrie Jesus: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“ und „Es ist vollbracht!“. So starb Jesus. Der Hauptmann und die Soldaten, die zusammen beim Kreuz Jesu Wache hielten, waren zutiefst erschrocken über das, was sie erlebt hatten, und sagten: »Dieser Mann war wirklich Gottes Sohn.«

Und wir?

Eine ungeheure Nachricht: Gott stirbt. Der, der das Leben bringen sollte, lebt nicht mehr. Und wir stehen davor und fragen: Warum? Warum ist das so geschehen? Eine Antwort auf diese Frage gab Gott schon durch seinen Propheten Jesaja rund 700 Jahre vorher: 
„Wegen unserer Schuld wurde er gequält und wegen unseres Ungehorsams geschlagen. Die Strafe für unsere Schuld traf ihn, damit wir Frieden mit Gott haben können.“ Jesaja 53,5
Wir erinnern uns an das verzweifelte Weinen des Petrus. Jetzt ist nichts mehr hoffnungslos. Es kann alles wieder gut werden zwischen Gott und uns. Auch das, was nicht mehr gut zu machen ist. Längst zurückliegendes Versagen, längst vergessen geglaubte Schuld muss uns nicht mehr lähmen. Nun kann das Leben wieder fröhlich vorwärts gelebt werden!
Nach unserem irdischen Leben werden wir, wenn wir den Worten Jesu glauben, vor Gott als dem Richter unseres ganzen Lebens stehen. Gott nimmt uns und unser Leben ernst! Doch wer an Jesus glaubt, muss dieses Gericht nun nicht mehr fürchten. Jesus sagte einmal:
„Ich versichere euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Auf ihn kommt keine Verurteilung mehr zu; er hat den Schritt vom Tod ins Leben getan.“ Joh. 5,24

Diesen Text zum Anhören:

Wenn Sie mögen, hören Sie gerne dieses Lied an: Wie tief muss Gottes Liebe sein

Bibeltext zum Nachlesen

Lukas 23, 32 - 49

32Zusammen mit Jesus wurden auch zwei Verbrecher zur Hinrichtung geführt. 33So kamen sie zu der Stelle, die »Schädel« genannt wird. Dort kreuzigten sie Jesus und die beiden Verbrecher – den einen rechts, den anderen links von ihm. 34[ Aber Jesus sagte: »Vater, vergib ihnen. Denn sie wissen nicht, was sie tun.«] Die Soldaten verteilten seine Kleider und losten sie untereinander aus. 35Das Volk stand dabei und schaute zu. Die Mitglieder des jüdischen Rates verspotteten ihn. Sie sagten: »Andere hat er gerettet. Jetzt soll er sich selbst retten, wenn er der Christus ist, den Gott erwählt hat.« 36Auch die Soldaten trieben ihren Spott mit ihm. Sie gingen zu Jesus und reichten ihm Essig. 37Dabei sagten sie: »Wenn du der König der Juden bist, rette dich selbst!« 38Über Jesus war ein Schild angebracht: »Das ist der König der Juden.« 39Auch einer der Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren, verspottete Jesus. Er sagte: »Bist du nicht der Christus? Dann rette doch dich und uns!« 40Aber der andere wies ihn zurecht: »Fürchtest du noch nicht einmal Gott? Dich hat doch dieselbe Strafe getroffen wie ihn! 41Wir werden zu Recht bestraft und bekommen, was wir verdient haben. Aber er hat nichts Unrechtes getan!« 42Und zu Jesus sagte er: »Jesus, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst.« 43Jesus antwortete: »Amen, das sage ich dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!« 44Es war schon um die sechste Stunde, da breitete sich im ganzen Land Finsternis aus. Das dauerte bis zur neunten Stunde – 45so lange hatte die Sonne aufgehört zu scheinen. Dann zerriss der Vorhang im Tempel mitten durch. 46Und Jesus schrie laut: »Vater, ich lege mein Leben in deine Hand.« Nach diesen Worten starb er. 47Der römische Hauptmann sah genau, was geschah. Da lobte er Gott und sagte: »Dieser Mensch war wirklich ein Gerechter.« 48Eine große Menge Schaulustiger war gekommen und sah alles, was dort geschah. Da schlugen sie sich auf die Brust und kehrten in die Stadt zurück. 49In einiger Entfernung standen die beieinander, die Jesus kannten. Unter ihnen waren die Frauen, die Jesus gefolgt waren, seit er in Galiläa gewirkt hatte. Auch sie sahen alles mit an.

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Die Kreuzigung

Auf dem Hügel Golgata wird Jesus ans Kreuz genagelt. Rechts und links von Jesus werden noch zwei Verbrecher gekreuzigt. Am Kreuz betet Jesus: „Vater, bitte vergib den Menschen, die mir wehgetan haben“ Die Vorübergehenden und die Oberen der Juden verspotten Jesus. Auch einer der Verbrecher macht sich lustig über Jesus. Der andere weist ihn zurecht und sagt zu Jesus: „Jesus, denk an mich, wenn du im Himmel bist!“ Jesus verspricht ihm: „Du wirst noch heute mit mir zusammen in den Himmel kommen.“
Mitten am Tag wird es plötzlich ganz dunkel Jesus schreit laut: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Jesus ruft noch einmal: „Es ist vollbracht!“ Dann stirbt Jesus. Jetzt hat er seinen Auftrag erfüllt. Er hat für die Schuld der Menschen mit seinem Leben bezahlt. Nun kann Gott allen, die das wollen, vergeben.

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Videoclip - Die Kreuzigung