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Station 9 - Der Weg nach Golgata

Jeder hat sein Kreuz zu tragen

Stationstext zum Nachlesen und Hören

Die Bibel, Johannes 19, 17 + Lukas 23, 26

Er trug sein Kreuz selbst aus der Stadt hinaus zu dem Ort, der »Schädelplatz« heißt, auf Hebräisch Golgata.
Die Soldaten führten Jesus zur Hinrichtung. Unterwegs hielten sie Simon von Kyrene an, der gerade vom Feld zurückkam. Sie luden ihm das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrug.

Was geschah

Jesus wurde ausgepeitscht und war so schwach, dass er kaum mehr laufen konnte. Trotzdem musste er den Kreuzbalken selbst an die Hinrichtungsstelle tragen. Immer wieder brach er darunter zusammen.
Ein Mann namens Simon von Kyrene kam gerade von der Feldarbeit und stand am Straßenrand. Er wurde von den römischen Soldaten gezwungen, Jesus das Kreuz abzunehmen und es an seiner Stelle zu tragen.

Und wir?

Simon von Kyrene wurde schon immer als ein „Urtyp“ eines Christen angesehen. 
Denn Jesus sagte es auch vorher schon: „Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen.“ (Lukas 9, 23)
Da ist Wichtiges angesprochen: Christsein ist kein Leben auf Wolke Sieben, kein andauernder Höhenwanderweg! Jeder hat seine Lasten zu tragen, das gehört zum Leben dazu. Wenn wir Jesus ernst nehmen, wird klar: Das Christsein macht das Leben nicht nur leichter. Es kommen Lasten dazu. 
Zu allen Zeiten wurden Christen auch missverstanden, verachtet, verfolgt. Genauso wenig, wie Jesus in die damalige Gesellschaft passte, passen Christen manchmal nicht in die heutige Gesellschaft. So waren sie schon den Römern ein Dorn im Auge. Sie waren, z.B. wie Martin Luther, von der damaligen Kirche geächtet. Und im Dritten Reich standen die bekennenden Christen der Staatsideologie im Weg. Nicht wenige haben das damals mit dem Leben bezahlt. Welche “Last” tragen Christen heute? Bei allem gilt: „Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch!“ Psalm 68, 20

Diesen Text zum Anhören:

Bibeltext zum Nachlesen

Markus 15, 16 - 22

16Die Soldaten brachten Jesus in den Innenhof des Palastes, das sogenannte Prätorium. Dort versammelte sich die ganze Kohorte um ihn. 17Dann hängten sie Jesus einen purpurroten Mantel um. Sie flochten ihm eine Krone aus Dornenzweigen und setzen sie ihm auf. 18Sie grüßten ihn voller Hohn: »Es lebe der König der Juden!« 19Dabei schlugen sie ihm mit einem Stock auf den Kopf und spuckten ihn an. Sie knieten nieder und warfen sich vor ihm auf den Boden. 20Nachdem sie ihn so verspottet hatten, zogen sie ihm den purpurroten Mantel aus und seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus aus der Stadt, um ihn zu kreuzigen. 21Da kam ein Mann vorbei. Es war Simon von Kyrene, der Vater von Alexander und Rufus. Er kam gerade vom Feld zurück. Den zwangen sie, für Jesus das Kreuz zu tragen. 22So brachten sie ihn zu der Stelle, die Golgata heißt – das bedeutet übersetzt »Schädelplatz«.

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Der Weg nach Golgata

Die Soldaten führen Jesus nach Golgata. So heißt der Platz, an dem die Römer ihre Verbrecher an ein Holzkreuz hängen. Jesus muss den schweren Holzbalken, an dem er sterben soll, selbst dorthin schleppen.
Weil man ihn so schlimm verprügelt hat, kann er aber kaum mehr laufen. Er stolpert dauernd und fällt schließlich hin.
Da sagen die Soldaten zu einem Mann, der gerade vorbeigeht: “Hey, du da! Nimm das Kreuz und trag es nach Golgata.” Dieser Mann heißt Simon.

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Videoclip - Der Weg nach Golgata