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Station 8 - Die Verurteilung

Ein Verbrecher kommt frei

Stationstext zum Nachlesen und Hören

Die Bibel, Markus 15, 6 + 11 + 12

Jedes Jahr zum Passafest begnadigte Pilatus einen Gefangenen, den das Volk bestimmen durfte. ...
Aber die führenden Priester hetzten die Volksmenge auf. Sie sollten von Pilatus fordern, lieber Barabbas freizulassen. Da wandte sich Pilatus noch einmal an die Volksmenge und fragte sie:
»Was soll ich mit dem anderen machen, den ihr den ›König der Juden‹ nennt?«

Was geschah

Die Verurteilung von Jesus war bemerkenswert: Schon vor dem jüdischen Gericht (dem „Hohen Rat“) mussten Zeugen bestochen werden, um Jesus überhaupt eine Schuld vorzuwerfen. Der Hauptanklagepunkt war: „Gotteslästerung“, denn Jesus bejahte die Frage, ob er der Sohn Gottes sei. Der römische Statthalter Pontius Pilatus sagte es frei heraus: „Ich finde keine Schuld an ihm.“ So wird zweimal bezeugt, dass Jesus völlig schuldlos war. 
Zum Passahfest wurde traditionell ein Gefangener freigelassen. Der römische Oberbefehlshaber Pilatus fragte das Volk, wer freigelassen werden sollte: Jesus Christus oder Barabbas, ein berüchtigter Mörder. Das Volk wollte, dass Barabbas frei kommt und Jesus stirbt. „Kreuzige ihn“, rief die Menge. Jesus wurde zum Tode verurteilt. Aber Barabbas, ein verurteilter Straftäter, wurde freigelassen.

Und wir?

Begnadigt bedeutet: „Nicht die Strafe zu bekommen, die man verdient hat.“ Wer wünscht sich nicht so einen Freispruch? Gnade Jesu bedeutet: “ewiges Leben zu bekommen, das man nicht verdient hat“, Ein unverdientes Geschenk. Wer freut sich nicht über ein unverdientes Geschenk?

Amazing grace (deutsch)
Es klingt zu gut, um wahr zu sein: die Gnade fand auch mich. Ich war verlorn, doch bin jetzt sein, war blind, jetzt seh ich Licht. Die Gnade lehrte Ehrfurcht mich, zerriss der Ängste Band. Wie kostbar schien der Gnade Licht, als ich den Glauben fand. Die Ketten los, jetzt bin ich frei. Mein Gott, mein Retter, er zahlt den Preis. Erbarmen fließt von Gottes Thron. Die Liebe siegt, bringt Gnade uns.

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Wenn Sie mögen, hören Sie gerne dieses Lied an: Amazing grace

Bibeltext zum Nachlesen

Markus 15, 6 - 15

6Jedes Jahr zum Passafest begnadigte Pilatus einen Gefangenen, den das Volk bestimmen durfte. 7Damals saß ein gewisser Barabbas im Gefängnis zusammen mit anderen, die bei einem Aufstand einen Mord begangen hatten. 8Die Volksmenge zog vor Pilatus und bat ihn um die übliche Begnadigung. 9Pilatus fragte sie: »Soll ich euch den König der Juden freigeben?« 10Denn er hatte erkannt, dass die führenden Priester ihm Jesus nur aus Neid übergeben hatten. 11Aber die führenden Priester hetzten die Volksmenge auf. Sie sollten von Pilatus fordern, lieber Barabbas freizulassen. 12Da wandte sich Pilatus noch einmal an die Volksmenge und fragte sie: »Was soll ich mit dem anderen machen, den ihr den ›König der Juden‹ nennt?« 13Da schrien sie: »Kreuzige ihn!« 14Pilatus fragte sie: »Was hat er denn verbrochen?« Aber sie schrien nur noch lauter: »Kreuzige ihn!« 15Pilatus wollte die Volksmenge zufriedenstellen. Deshalb gab er ihnen Barabbas frei. Jesus ließ er auspeitschen. Dann übergab er ihn den Soldaten, damit sie ihn kreuzigten.

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Die Verurteilung

Vor dem Hohem Rat wird Jesus verhört. Der Hohe Priester fragt Jesus: „Bist du der Christus, der Sohn Gottes?“ Jesus gibt es zu. Das wollen sie Jesus nicht glauben. 

Sie sagen: „Das ist Gotteslästerung, er muss getötet werden.“ Jesus wird angespuckt und geschlagen. Später wird Jesus zum römischen Statthalter Pilatus gebracht, dort von den Juden angeklagt und von Pilatus verhört. Pilatus findet keine Schuld an Jesus. Pilatus unternimmt mehrere Anläufe, um Jesus freizulassen. Doch die Volksmenge schreit und verlangt, dass Jesus gekreuzigt wird. Daraufhin lässt Pilatus Jesus auspeitschen. Die Soldaten setzen ihm eine Dornenkrone auf seinen Kopf und verspotten ihn. Pilatus gibt der immer noch schreienden Menge nach und lässt den Verbrecher Barabbas frei.

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Videoclip - Die Verurteilung