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Station 3 - Die Fußwaschung

Einander lieben

Stationstext zum Nachlesen und Hören

Die Bibel, Johannes 13, 4 - 5

Er stand vom Tisch auf, legte den Mantel ab und band sich ein Tuch um. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen. Danach trocknete er sie mit dem Tuch ab, das er umgebunden hatte.

Was geschah

Bei den staubigen und sandigen Wegen war es zur damaligen Zeit ein Zeichen der Gastfreundschaft, wenn dem Gast beim Eintritt ins Haus und insbesondere vor dem Platznehmen am Tisch die Füße gewaschen wurden. Eigentlich war dies eine Tätigkeit für Diener/innen.
An diesem Abend traf sich Jesus mit seinen Jüngern zum Abendessen. Ihm war wichtig, seinen Jüngern noch eine wichtige Botschaft mitzugeben. Deshalb stand er während des Essens auf und wusch seinen Jüngern die Füße.
Er handelte aus Liebe zu seinen Jüngern und war sich für diese Tätigkeit nicht zu schade. 
Diese Handlung führte bei den Beteiligten zu Fragen und Diskussionen. Jesus erklärte ihnen sein Handeln und gab ihnen zugleich den Auftrag mit, sich gegenseitig die Füße zu waschen.

Und wir?

Wann waschen wir einander die Füße? Wohl eher selten! Aber in den Alltag mitnehmen können wir die Frage, wo wir unseren Mitmenschen Gutes tun können, auch wenn es uns schwer fällt. Nicht immer sind es Schweißfüße, die uns davon abhalten, sich anderen Menschen zuzuwenden. Manchmal sind es auch bestimmte Verhaltensweisen, Einstellungen oder einfach nur die Persönlichkeit, die uns daran hindert, unserem Gegenüber mit Wertschätzung zu begegnen. Jesus hat uns vorgemacht, wie es geht: Wir können anderen helfen, den Schmutz loszuwerden, wenn wir uns selbst und unsere eigenen Interessen hinten anstellen. 

Jesus sagt:
Liebt einander! Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieb haben.
Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Johannes 3, 34 + 35

Diesen Text zum Anhören:

Bibeltext zum Nachlesen

Johannes 13, 3 - 17

3Jesus wusste, dass der Vater alles in seine Hand gelegt hatte. Er wusste, dass er von Gott gekommen war und wieder zu Gott zurückkehren sollte. 4Er stand vom Tisch auf, legte den Mantel ab und band sich ein Tuch um. 5Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen. Danach trocknete er sie mit dem Tuch ab, das er umgebunden hatte. 6Als er zu Simon Petrus kam, sagte der zu ihm: »Herr, du willst mir die Füße waschen?« 7Jesus antwortete: »Was ich tue, das verstehst du jetzt noch nicht. Du wirst es aber später verstehen.« 8Petrus erwiderte: »Nie und nimmer sollst du mir die Füße waschen!« Jesus antwortete: »Wenn ich dich nicht wasche, gibt es für dich keine Gemeinschaft mit mir.« 9Da sagte Simon Petrus: »Herr, dann wasche mir nicht nur die Füße, sondern auch die Hände und den Kopf!« 10Jesus antwortete: »Wer gebadet hat, ist ganz rein. Er braucht sich später nur noch die Füße waschen zu lassen. Und ihr seid rein – aber nicht alle!« 11Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde. Deshalb sagte er: »Ihr seid nicht alle rein.« 12Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, zog er seinen Mantel an und nahm wieder Platz. Dann sagte er zu ihnen: »Versteht ihr, was ich für euch getan habe? 13Ihr nennt mich Lehrer und Herr. Und ihr habt recht, denn das bin ich. 14Ich habe euch die Füße gewaschen – ich, der Herr und Lehrer. Also sollt auch ihr einander die Füße waschen. 15Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben. Ihr sollt das tun, was ich für euch getan habe. 16Amen, amen, das sage ich euch: Kein Diener ist bedeutender als sein Herr. Und kein Abgesandter ist bedeutender als der, der ihn beauftragt hat. 17Ihr wisst, was ich für euch getan habe. Glückselig seid ihr, wenn ihr auch so handelt.

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Die Fußwaschung

Jesus und seine Freunde wollen gemeinsam das Passahfest feiern. Dazu treffen sie sich in einem Haus in Jerusalem. Bevor sie sich setzen, um zusammen zu essen, füllt Jesus eine Schüssel mit Wasser. Dann fängt er an, seinen Freunden die staubigen Füße zu waschen. Eigentlich ist das die Aufgabe der Diener.
“Macht es genauso wie ich”, sagt Jesus.
“Streitet nicht darüber, wer der tollste und wichtigste von euch ist, sondern kümmert euch lieber umeinander. Tut einander Gutes und seid freundlich zueinander. Daran werden andere Leute erkennen, dass ihr mich lieb habt.”

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