Station 4 - Das letzte Abendmahl
Für Euch!
Stationstext zum Nachlesen und Hören
Die Bibel, Lukas 22, 19 + 20
Anschließend nahm er das Brot. Er dankte Gott, brach das Brot in Stücke, gab es ihnen und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Tut das zur Erinnerung an mich.« Ebenso nahm Jesus nach dem Essen den Becher und sagte: »Dieser Becher steht für den neuen Bund, den Gott mit den Menschen schließt – durch mein Blut, das für euch vergossen wird.«
Was geschah
Zur Zeit, als das Volk Israel das Passah-Fest feierte, traf sich auch Jesus mit seinen Jüngern. Mit diesem Fest soll die Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israels aus der Gefangenschaft in Ägypten wachgehalten werden.
Das ganze Mahl erinnerte an damals: Das Lamm erinnerte an das Passahlamm, das einst geschlachtet wurde. Der Wein erinnerte an das Blut des Passahlammes, mit dem die Türpfosten der Häuser bestrichen wurden. Das ohne Sauerteig zubereitete Brot erinnerte daran, dass alles in Eile geschah. Bittere Kräuter mussten gekaut werden. So soll nachempfunden werden, wie bitter die Zeit in Gefangenschaft war.
Das alles war den Jüngern von Jesus bekannt. Aber sie horchten auf, als Jesus plötzlich vom normalen Ablauf abwich und sagte: „Das Brot, das gebrochen wird, das bin in Wahrheit ich. Ich werde gebrochen. Und der Wein, den wir trinken – der steht für mein Blut, das ich vergießen werde. Und das alles für euch. Wie damals die Israeliten aus der Gefangenschaft befreit wurden, so wird mein Sterben euch aus eurer Gefangenschaft befreien! Tut das alles immer wieder, wenn ihr beieinander seid, und erinnert euch an mich!“
Und wir?
Jesus wusste, dass es Zeichen der Erinnerung braucht, um am Glauben festhalten zu können. So wie das Volk Israel sich mit dem Passah-Fest an die Befreiung aus der ägyptischen Gefangenschaft erinnert, sollen wir uns durch das Teilen von Brot und Wein an Jesus erinnern. Daran, dass sein Leib zerbrochen wurde. Dass er unsere Schmerzen, unser Leid und unsere Sünde geteilt und erlitten hat.
Immer wieder scheitern wir an Gewohnheiten, die uns und unserem Umfeld nicht guttun. Manches zerstört uns und unsere Beziehungen regelrecht. Indem wir Brot und Wein teilen kann uns immer wieder bewusst werden: Jesus hat alles dafür getan, dass Menschen miteinander und mit Gott versöhnt leben und an einem Tisch sitzen können.
Diesen Text zum Anhören:
Bibeltext zum Nachlesen
7Es kam das Fest der ungesäuerten Brote. Am ersten Tag musste das Passalamm geschlachtet werden. 8Jesus schickte Petrus und Johannes los. Er sagte: »Geht voraus und bereitet das Passamahl für uns vor, damit wir es essen können.« 9Sie antworteten: »Wo sollen wir es vorbereiten?« 10Da sagte er zu ihnen: »Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einem Menschen begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm bis zu dem Haus, in das er hineingeht. 11Sagt zu dem Eigentümer des Hauses: ›Der Lehrer lässt fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Passamahl feiern kann?‹ 12Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen, der mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles vor.« 13Sie gingen los und fanden alles genauso, wie Jesus es ihnen gesagt hatte. Und sie bereiteten das Passamahl vor. Jesus feiert mit den Aposteln das Passamahl Matthäus 26,20-29; Markus 14,17-25 14Als die Stunde für das Passamahl gekommen war, legte sich Jesus mit den Aposteln zu Tisch. 15Jesus sagte zu ihnen: »Ich habe mich sehr danach gesehnt, dieses Passamahl mit euch zu essen, bevor mein Leiden beginnt. 16Das sage ich euch: Ich werde das Passamahl so lange nicht mehr essen, bis es im Reich Gottes in Vollendung gefeiert wird.« 17Dann nahm Jesus den Becher, dankte Gott und sagte: »Nehmt diesen Becher und teilt den Wein unter euch! 18Das sage ich euch: Ich werde von nun an keinen Wein mehr trinken – so lange, bis das Reich Gottes kommt.« 19 Anschließend nahm er das Brot. Er dankte Gott, brach das Brot in Stücke, gab es ihnen und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Tut das zur Erinnerung an mich.« 20Ebenso nahm Jesus nach dem Essen den Becher und sagte: »Dieser Becher steht für den neuen Bund, den Gott mit den Menschen schließt – durch mein Blut, das für euch vergossen wird.« 21»Aber seht euch vor: Einer wird mich verraten. Er sitzt hier mit mir am Tisch. 22Der Menschensohn muss den Weg gehen, den Gott für ihn bestimmt hat. Aber wehe dem Menschen, der ihn verrät!« 23Da fingen die Jünger an, sich gegenseitig zu fragen: »Wer von uns könnte es sein?«
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Das Abendmahl

Als es Abend geworden ist, legt sich Jesus mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Jesus will unbedingt dieses Passahmahl mit seinen Jüngern essen. Denn er weiß, dass ein schwerer Weg vor ihm und seinen Jüngern liegt. Der Herr Jesus nimmt das Brot, dankt, bricht es in Teile und gibt es den Jüngern. Er sagt:
“Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; Esst das und denkt an mich!“
Dann nimmt Jesus den Weinbecher und spricht:
„Der Wein ist ein Zeichen für mein Blut, das für euch vergossen wird. Damit schließe ich einen Bund mit euch!“
Mit diesen beiden Zeichen, Brot und Wein, will Jesus darauf hinweisen, dass er für die Schuld der Menschen sterben wird.
