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Station 5 - Im Garten Gethsemane

Einsam und verlassen

Stationstext zum Nachlesen und Hören

Die Bibel, Lukas 22, 41 + 42

Jesus selbst ging noch ein paar Schritte weiter – etwa einen Steinwurf weit. Dann kniete er nieder und betete. Er sagte:

»Vater, wenn du willst, nimm diesen Becher weg, damit ich ihn nicht trinken muss! Aber nicht, was ich will, soll geschehen, sondern was du willst!«

Was geschah

Jesus verließ mit den Jüngern die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg. Er war in großer innerer Not. Er ging ein paar Schritte weg und rang betend
mit seinem Vater: 
„Wenn es möglich ist, dann verhindere, dass ich den Weg des Sterbens und des Todes gehen muss. Aber nicht, wie ich will, soll es geschehen, sondern wie du willst.“
Es wird berichtet, die Angst von Jesus sei so groß gewesen, dass Jesus Blut schwitzte. Ein paarmal betete er so. Er betete immer heftiger. Ein Engel vom Himmel kam und stärkte Jesus.

Und wir?

Das Gefühl der Angst kennen wir; die Angst vor Trennung, vor dem Ende, vor dem Abbruch aller Beziehungen. Jesus wusste, dass sein Tod ihn von seinem Vater
trennen würde, was neu und unbekannt für ihn war.
Auch für uns wäre der Tod die endgültige Trennung von Gott und wir würden uns völlig zurecht vor dem Tod fürchten. Die Botschaft der Passionsgeschichte ist aber: Weil Jesus unverschuldet die Nähe zu Gott verloren hatte, dürfen wir sie unverdient behalten – für immer. Voraussetzung dazu ist der Glaube daran, dass Jesus das alles für uns getan hat.

„Nebenbei“ erfahren wir: Angst und Not gehören zum Menschsein. Auch bei Jesus. Und da brauchen wir einander. Und Gott selbst ist für uns erreichbar, wenn wir mit ihm reden und unsere Angst und unsere Sorgen vor ihm ausbreiten. 

Dieser Ort ist – wie alle anderen Orte auch - geeignet, mit Gott zu reden und ihm das Herz auszuschütten. Jetzt und hier. Einfach still die Worte und Gedanken zu Jesus richten. Dankbare oder traurige, zweifelnde oder fröhliche Worte! Hauptsache echt und ehrlich. Er hört! Und er verspricht uns: 

Ich halte dich mit meiner starken Hand! (nach Psalm 73,23)

Diesen Text zum Anhören:

Wenn Sie mögen, hören Sie gerne dieses Lied an: Lege deine Sorgen nieder

Bibeltext zum Nachlesen

Lukas 22, 39 - 53

39Jesus verließ die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg. Die Jünger folgten ihm. 40Als er dort ankam, sagte er zu ihnen: »Betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht!« 41Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter – etwa einen Steinwurf weit. Dann kniete er nieder und betete. 42Er sagte: »Vater, wenn du willst, nimm diesen Becher weg, damit ich ihn nicht trinken muss! Aber nicht, was ich will, soll geschehen, sondern was du willst!« 43Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. 44Todesangst überfiel ihn, und er betete noch angespannter. Dabei tropfte sein Schweiß wie Blut auf den Boden. 45Dann stand er vom Gebet auf und ging zurück zu den Jüngern. Er sah, dass sie vor lauter Trauer eingeschlafen waren. 46Er fragte sie: »Wie könnt ihr nur schlafen? Steht auf und betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht!«47Noch während Jesus das sagte, näherte sich eine Truppe. Judas, einer der Zwölf, ging an der Spitze. Er kam auf Jesus zu, um ihn zu küssen. 48Aber Jesus sagte zu ihm: »Judas, willst du den Menschensohn wirklich mit einem Kuss verraten?« 49Da verstanden seine Begleiter, was geschehen sollte. Sie fragten: »Herr, sollen wir mit dem Schwert zuschlagen?« 50Und einer von ihnen schlug nach einem der Männer, die dem Hohepriester unterstanden. Er hieb ihm das rechte Ohr ab. 51Aber Jesus sagte: »Hört auf damit!« Er berührte das Ohr und heilte den Mann. 52Dann wandte er sich an die Leute, die ihn festnehmen wollten: die führenden Priester, die Hauptmänner der Tempelwache und die Ratsältesten. Er sagte: »Mit Schwertern und Knüppeln seid ihr hier angerückt! Bin ich denn ein Verbrecher? 53Ich war täglich bei euch im Tempel. Aber dort habt ihr keine Hand gegen mich erhoben. Doch jetzt ist eure Stunde gekommen, und die Finsternis tritt ihre Herrschaft an.«

Kinder entdecken Ostern

Garten Gethsemane

Jesus geht mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane, der nahe bei Jerusalem am Ölberg liegt. Dort ist Jesus öfters mit seinen Jüngern. Jesus betet dort:

“Mein Vater, wenn es möglich ist, so lasse mich nicht leiden und sterben. Doch nicht wie ich will, sondern wie du es willst, soll es geschehen!”

Jesus betet dreimal allein zu seinem Vater. Die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes sollen mit Jesus wachen und beten, aber sie schlafen ein.

Diesen Text zum Anhören:

Videoclip - Garten Gethsemane